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Werbeeinnahmen: Diese Faktoren bestimmen den Ertrag

Wie viel eine Website oder App mit Werbung verdient, ist kein Zufall. Wir erklären, welche Faktoren Ihre Werbeeinnahmen bestimmen und wie Sie daran arbeiten.

Khadija Idrissi
Khadija Idrissi
May 26, 202514 Min. Lesezeit
Illustration zu den Einflussfaktoren auf Werbeeinnahmen: Größe, Demografie und Engagement des Publikums, Video- und Native-Anzeigen, Platzierung above the fold, relevantes Targeting, Preismodelle wie CPM und CPC, Nachfrage der Werbetreibenden, Ladezeit, Nutzererlebnis, Header Bidding und Markttrends.

Mit Werbung auf einer Website, in einer App oder auf einer Plattform Geld zu verdienen, klingt einfach: Anzeigen einblenden, bezahlt werden. Doch wie hoch die Werbeeinnahmen ausfallen, ist kein Zufall. Sie ergeben sich aus dem Zusammenspiel ganz bestimmter Faktoren, und wer mit Werbung Geld verdienen will, muss sie verstehen. Genau um diese Einflussfaktoren geht es in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Werbeeinnahmen hängen vom Zusammenspiel vieler Faktoren ab, nicht nur davon, dass Anzeigen eingeblendet werden.

  • Die Menschen, die die Anzeigen sehen (das Publikum), sind ein entscheidender Faktor.

  • Wo und wie Anzeigen erscheinen, macht einen großen Unterschied.

  • Wie Werbetreibende bezahlen und wofür, beeinflusst die Einnahmen.

  • Relevante Anzeigen bringen mehr Geld.

  • Auch Geschwindigkeit und Bedienbarkeit der Website oder App wirken sich auf die Erlöse aus.

Zusammenfassung

Werbeeinnahmen sind das Geld, das durch das Einblenden von Anzeigen entsteht. Sie hängen von mehreren wichtigen Faktoren ab: von Qualität und Größe des Publikums, das die Website oder App besucht, von den eingesetzten Anzeigenformaten und ihrer Platzierung, davon, wie gut die Anzeigen zu den Interessen des Publikums passen, von der aktuellen Nachfrage der Werbetreibenden sowie von Leistung und Bedienbarkeit der Plattform, auf der die Anzeigen laufen. Wer als Publisher an diesen Faktoren arbeitet, kann mit seinen Anzeigen in der Regel mehr verdienen.

Einleitung

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Websites, Apps oder Videos Geld verdienen, wenn sie Ihnen Werbung zeigen? Es kommt nicht nur darauf an, wie oft eine Anzeige gesehen wird. Viele Dinge greifen ineinander und bestimmen, wie viel Geld am Ende hereinkommt. Diese Einflussfaktoren auf Werbeeinnahmen sind die konkreten Elemente, die direkt bestimmen, wie viel Umsatz Anzeigen erzielen. Wer sie ignoriert, verschenkt Geld. Um zu verstehen, wie Werbung wirklich profitabel wird, müssen Sie sich ansehen, was die Einnahmen antreibt. Dieser Artikel erklärt diese zentralen Faktoren einfach und klar und zeigt, wie sie zusammenhängen und sich auf das Ergebnis auswirken.

Qualität und Größe des Publikums

Einer der wichtigsten Faktoren für Werbeeinnahmen ist das Publikum. Werbetreibende zahlen dafür, Menschen zu erreichen. Deshalb sind Merkmale und Verhalten der Besucher einer Website oder der Nutzer einer App so entscheidend.

  • Größe des Publikums: Mehr Besucher oder Nutzer bedeuten in der Regel mehr Gelegenheiten, Anzeigen zu zeigen. Ein größeres Publikum liefert mehr potenzielle Anzeigenaufrufe oder Klicks, was zu höheren Gesamteinnahmen führen kann. Die Größe ist aber nicht alles.

  • Demografie des Publikums: Wer sind die Besucher? Alter, Geschlecht, Wohnort, Interessen und Einkommen sind entscheidend. Werbetreibende mit bestimmten Produkten oder Dienstleistungen wollen ganz bestimmte Menschen erreichen. Ein Kfz-Versicherer etwa will Erwachsene ansprechen, die Auto fahren. Eine Website, die Autointeressierte besuchen, verdient mit Anzeigen für Kfz-Versicherungen voraussichtlich mehr als eine Website über Stricken. Wer sein Publikum kennt, gewinnt leichter Werbetreibende, die mehr dafür zahlen, genau diese Gruppe zu erreichen.

  • Engagement des Publikums: Wie lange bleiben die Menschen? Wie viele Seiten rufen sie auf? Interagieren sie mit den Inhalten? Engagierte Nutzer sehen Anzeigen eher länger, klicken eher darauf oder erinnern sich eher an das beworbene Produkt. Websites oder Apps, auf denen Nutzer viel Zeit verbringen und intensiv interagieren, sind für Werbetreibende wertvoller.

  • Absicht des Publikums: Was wollen die Menschen tun oder finden, wenn sie vorbeikommen? Wer nach „beste Laufschuhe“ sucht, denkt wahrscheinlich über den Kauf von Laufschuhen nach. Anzeigen für Laufschuhe sind für diese Person hochrelevant und erhöhen die Chance auf einen Klick oder Verkauf, wofür Werbetreibende mehr zahlen.

Lernen Sie Ihr Publikum genau kennen. Nutzen Sie Analysetools, um zu verstehen, wer Ihre Besucher sind, was sie interessiert und wie sie sich auf Ihrer Website oder in Ihrer App verhalten. Geben Sie diese Informationen klar an potenzielle Werbetreibende oder Werbenetzwerke weiter. Ein gut definiertes Zielgruppenprofil ist ein starkes Verkaufsargument.

Anzeigenformate und Platzierung

Anzeige ist nicht gleich Anzeige, und wo sie erscheint, macht einen großen Unterschied für den Ertrag. Anzeigenformate und Platzierung gehören zu den entscheidenden Stellschrauben für Ihre Werbeeinnahmen.

  • Anzeigenformate:

  • Display-Anzeigen: Die klassischen Banner, die man auf Websites sieht (etwa als Rechteck oder Quadrat). Sie sind Standard, ihr Ertrag schwankt aber je nach Größe und Sichtbarkeit.

  • Videoanzeigen: Anzeigen, die vor, während oder nach Videoinhalten laufen (Pre-Roll, Mid-Roll, Post-Roll). Videoanzeigen bringen oft mehr ein, weil sie fesseln und Zuschauer sie in der Regel ansehen.

  • Native Anzeigen: Anzeigen, die wie der umgebende Inhalt gestaltet sind. Sie funktionieren oft gut, weil sie weniger stören, müssen aber klar als Werbung gekennzeichnet sein.

  • Interstitials: Bildschirmfüllende Anzeigen, die zwischen Inhalten erscheinen, etwa zwischen zwei Levels eines Handyspiels oder zwischen zwei Seitenaufrufen auf einer Website. Sie sind sehr gut sichtbar, können aber stören, wenn sie zu oft auftauchen.

  • Videoanzeigen mit Belohnung (Rewarded Video): In mobilen Apps verbreitet. Nutzer sehen sich ein Werbevideo an und erhalten dafür eine Belohnung in der App (etwa zusätzliche Leben oder Münzen). Diese Anzeigen werden besonders oft bis zum Ende angesehen und können sehr profitabel sein. Jedes Format hat für Werbetreibende einen anderen Wert und erzielt typischerweise andere Erlöse.

  • Platzierung (wo Anzeigen erscheinen):

  • Above the Fold: Anzeigen, die ohne Scrollen auf dem Bildschirm zu sehen sind, sind in der Regel wertvoller, weil sie garantiert sofort gesehen werden.

  • Below the Fold: Diese Anzeigen werden erst nach dem Scrollen sichtbar. Ihr Wert hängt davon ab, ob die Nutzer tatsächlich nach unten scrollen.

  • Im Inhalt: Anzeigen im Haupttext, etwa zwischen den Absätzen eines Artikels, sind beim Lesen oft sehr gut sichtbar.

  • Seitenleisten, Footer, Header: Standardpositionen, deren Sichtbarkeit aber je nach Seitendesign und Scrollverhalten der Nutzer geringer sein kann.

  • Viewability (Sichtbarkeit): Sie misst, ob eine Anzeige überhaupt die Chance hatte, von einem Nutzer gesehen zu werden. Eine Anzeige kann „ausgeliefert“ worden sein, doch wenn sie ganz unten auf einer langen Seite lädt, die der Nutzer sofort wieder verlässt, war sie nicht „sichtbar“. Werbetreibende bezahlen zunehmend auf Basis der Viewability. Wer Anzeigen dort platziert, wo sie wahrscheinlich gesehen werden, steigert die Viewability und damit die Einnahmen.

  • Anzahl der Anzeigen: Mehr Anzeigen scheinen mehr Einnahmen zu versprechen. Zu viele Anzeigen nerven jedoch die Nutzer, bremsen die Website aus und verschlechtern das Nutzererlebnis. Das kann Nutzer vertreiben und schadet am Ende den Einnahmen. Entscheidend ist die richtige Balance.

Testen Sie verschiedene Anzeigenformate und Platzierungen, um herauszufinden, was bei Ihrem Publikum und Ihren Inhalten am besten funktioniert. Achten Sie auf die Viewability: Platzieren Sie Anzeigen dort, wo Nutzer sie wahrscheinlich sehen, ohne dass sie zu aufdringlich wirken. Beobachten Sie das Feedback der Nutzer. Wenn sie sich über zu viele Anzeigen beschweren, kann das Ihr langfristiges Ertragspotenzial schmälern.

Relevanz und Targeting der Anzeigen

Die richtige Anzeige der richtigen Person zu zeigen, ist ein wirksamer Hebel für höhere Erlöse. Hier geht es um Relevanz und Targeting, zwei wichtige Einflussfaktoren.

  • Relevanz: Eine Anzeige für Hundefutter ist für jemanden, der einen Artikel über Hundetraining liest, hochrelevant. Eine Anzeige für ein Restaurant vor Ort ist relevant für jemanden, der in dieser Stadt ein Lokal sucht. Passen Anzeigen zu den Interessen der Nutzer, zu den Inhalten, die sie gerade lesen oder ansehen, oder zu ihrem bisherigen Verhalten, ziehen sie viel eher Aufmerksamkeit auf sich und führen zu einem Klick oder einer Conversion (etwa einem Kauf oder einer Anmeldung).

  • Targeting: Werbetreibende nutzen Targeting, damit ihre Anzeigen das relevanteste Publikum erreichen. Targeting kann sich stützen auf:

  • Demografie: Alter, Geschlecht, Standort.

  • Interessen: Themen, für die sich der Nutzer interessiert (abgeleitet aus den besuchten Websites).

  • Verhalten: Handlungen des Nutzers (etwa der Besuch einer bestimmten Produktseite auf der Website eines Werbetreibenden).

  • Kontext: Anzeigen passend zum Inhalt der Seite (z. B. Kamera-Anzeigen auf einem Fotografie-Blog). Entspricht das Publikum eines Publishers der Wunschzielgruppe eines Werbetreibenden, zahlt dieser mehr für die jeweilige Impression oder den Klick. Wirksames Targeting macht das Werbeinventar wertvoller.

  • Daten nutzen: Publisher können Daten über ihr Publikum einsetzen, um Werbetreibenden ein wirksames Targeting zu ermöglichen. Das geschieht häufig über Werbenetzwerke oder Plattformen, die den Ein- und Verkauf von Werbeflächen abwickeln. Wer umfangreiche, genaue Daten über sein Publikum bereitstellt, ermöglicht Werbetreibenden höhere Gebote für den Zugang zu diesem Publikum.

Strukturieren Sie Ihre Inhalte und Ihre Website so, dass die Interessen der Nutzer klar erkennbar werden, zum Beispiel durch eine Gliederung in Kategorien. Das unterstützt das kontextbezogene Targeting. Arbeiten Sie mit Werbepartnern, die ausgefeilte Targeting-Methoden einsetzen. Erwägen Sie, Cookie-basiertes Tracking zuzulassen (mit ordnungsgemäßer Einwilligung der Nutzer), denn es hilft, Anzeigen zu personalisieren und sie so relevanter und wertvoller zu machen.

Preismodelle und Nachfrage der Werbetreibenden

Wie Werbetreibende bezahlen und wie groß die Nachfrage nach Ihren Werbeflächen ist, wirkt sich direkt auf Ihre Werbeeinnahmen aus.

  • Preismodelle: Werbetreibende zahlen nach unterschiedlichen Modellen:

  • CPM (Cost per Mille, auf Deutsch Tausender-Kontakt-Preis oder TKP): Der Werbetreibende zahlt einen bestimmten Betrag pro 1.000 Einblendungen seiner Anzeige. Das ist typisch für Kampagnen zur Markenbekanntheit. Ein höherer CPM bedeutet für den Publisher mehr Einnahmen pro Anzeigenaufruf.

  • CPC (Cost per Click): Der Werbetreibende zahlt nur, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Das ist typisch für Kampagnen, die Besucher auf eine Website bringen sollen. Ein höherer CPC bedeutet für den Publisher mehr Einnahmen pro Klick.

  • CPA (Cost per Action/Acquisition): Der Werbetreibende zahlt nur, wenn ein Nutzer nach dem Klick eine bestimmte Aktion ausführt, etwa einen Kauf oder eine Anmeldung. Dieses Modell kommt oft bei Direct-Response-Kampagnen zum Einsatz. CPA-Deals können pro Aktion sehr lukrativ sein, setzen aber voraus, dass das Publikum auch konvertiert. Die Art des Werbeinventars (z. B. Video oder Display) und die Qualität des Publikums bestimmen, welche Preismodelle zum Einsatz kommen und welche Preise Werbetreibende zu zahlen bereit sind.

  • Nachfrage der Werbetreibenden: Je mehr Werbetreibende Ihr Publikum erreichen wollen, desto höhere Preise bieten sie für Ihre Werbeflächen. Eine hohe Nachfrage nach Ihrem Publikum oder Ihren Platzierungen verschärft den Wettbewerb unter den Werbetreibenden und steigert Ihre Einnahmen. Einfluss darauf haben:

  • Markttrends: die allgemeine Verfassung der Wirtschaft und des Werbemarkts.

  • Saisonalität: Zu bestimmten Zeiten im Jahr (etwa rund um die Feiertage) steigen die Werbeausgaben.

  • Wettbewerb: wie viele andere Publisher ein ähnliches Publikum oder ähnliche Inhalte bieten.

  • Ruf des Publishers: Werbetreibende verbinden ihre Marke lieber mit seriösen, hochwertigen Inhalten.

  • Auktionsdynamik: Die meisten digitalen Werbeflächen werden über Echtzeit-Auktionen gehandelt. Ruft ein Nutzer eine Seite auf, entscheidet eine sofortige Auktion, welche Anzeige gezeigt wird. Den Zuschlag erhält der Werbetreibende, der für genau diese Werbemöglichkeit am meisten zu zahlen bereit ist. Je höher die Gebote, desto höher die Einnahmen des Publishers.

Arbeiten Sie mit mehreren Werbenetzwerken oder nutzen Sie Plattformen, die Sie mit vielen Werbetreibenden verbinden (etwa per Header Bidding). So konkurrieren mehr Werbetreibende um Ihre Werbeflächen, was die Auktionspreise in die Höhe treiben und Ihre Erlöse verbessern kann. Informieren Sie sich über die üblichen CPM- und CPC-Preise in Ihrer Branche und für Ihre Zielgruppe.

Leistung der Website oder App und Nutzererlebnis

Wie schnell und benutzerfreundlich Ihre Website oder App ist, wirkt sich direkt, wenn auch oft weniger offensichtlich, auf Ihre Werbeeinnahmen aus.

  • Ladegeschwindigkeit: Eine langsam ladende Website oder App frustriert die Nutzer. Sie verlassen sie eher, bevor Inhalte oder Anzeigen überhaupt geladen sind. Das bedeutet verpasste Chancen, Anzeigen zu zeigen und Umsatz zu erzielen. Kürzere Ladezeiten senken die Absprungrate (Nutzer, die schnell wieder gehen) und erhöhen die Seitenaufrufe pro Besuch, was die Chancen auf Impressionen und Klicks steigert.

  • Nutzererlebnis (UX): Eine schlecht gestaltete Website oder App, die schwer zu navigieren ist, voller ablenkender Elemente steckt oder aufdringliche Anzeigen zeigt, vertreibt ebenfalls die Nutzer. Ein gutes Nutzererlebnis sorgt dafür, dass Nutzer länger bleiben, mehr Inhalte konsumieren und wiederkommen, was sich durchweg positiv auf die Werbeerlöse auswirkt. Umgekehrt senkt ein schlechtes Nutzererlebnis die Besucherzahl und das Engagement und schadet den Einnahmen.

  • Mobile Optimierung: Da ein erheblicher Teil des Internetverkehrs von Mobilgeräten kommt, ist eine Website oder App, die auf Smartphones und Tablets einwandfrei funktioniert, unverzichtbar. Mobile Nutzer erwarten schnelle, einfach bedienbare Angebote. Mangelhafte mobile Optimierung bedeutet, ein großes potenzielles Publikum und die damit verbundenen Werbeerlöse zu verlieren.

  • Versehentliche Klicks: Im CPC-Modell bringen Klicks zwar Geld, versehentliche Klicks sind jedoch schädlich (wenn ein Nutzer ungewollt auf eine Anzeige klickt, oft weil Anzeigen ungünstig platziert sind oder zu nah an Navigationselementen liegen). Werbetreibende zahlen ungern für versehentliche Klicks, und wiederholte Fehlklicks können den Wert Ihres Werbeinventars in den Augen von Werbenetzwerken und Werbetreibenden mindern. Gutes Design verhindert das.

Testen Sie die Geschwindigkeit Ihrer Website oder App regelmäßig, etwa mit Google PageSpeed Insights. Optimieren Sie Bilder, Code und Serverantwortzeiten. Gestalten Sie Ihre Website oder App konsequent aus Sicht der Nutzer, mit reibungsloser Navigation und klarer Trennung von Inhalt und Werbung. Setzen Sie auf Mobile-First-Design. Platzieren Sie Anzeigen nicht dort, wo Nutzer sie leicht versehentlich anklicken. Ein gutes Nutzererlebnis ist die Grundlage für nachhaltige Werbeeinnahmen.

Wettbewerb und Marktbedingungen

Auch das Umfeld, in dem Werbung stattfindet, beeinflusst Ihre Erlöse.

  • Wettbewerb unter Publishern: Wenn viele Websites oder Apps ähnliche Inhalte bieten oder dasselbe Publikum erreichen wie Sie, haben Werbetreibende mehr Auswahl. Dieses größere Angebot an Werbeflächen kann die Preise drücken, die Werbetreibende zu zahlen bereit sind. Wer sich mit einzigartigen Inhalten oder einer besonders engagierten Nischenzielgruppe abhebt, kann diesen Wettbewerbsdruck verringern.

  • Wettbewerb unter Werbetreibenden: Wie bereits erwähnt, treibt eine hohe Nachfrage der Werbetreibenden die Preise nach oben. Die Zahl der aktiv werbenden Unternehmen, ihre Budgets und wie offensiv sie Verbraucher ansprechen, spielen dabei eine Rolle. In wirtschaftlichen Abschwüngen etwa sinken die Werbeausgaben oft, was die Erlöse der Publisher belasten kann.

  • Branchentrends: Die Werbebranche verändert sich ständig. Neue Technologien (etwa neue Wege, Werbung zu kaufen und zu verkaufen), neue Formate (etwa kurze Videoanzeigen) und geänderte Datenschutzvorschriften (etwa Regeln zur Nutzung von Nutzerdaten für das Targeting) beeinflussen, wie Werbung funktioniert und wie viel sich damit verdienen lässt. Es lohnt sich, diese Trends im Blick zu behalten.

  • Globale und lokale Märkte: Anzeigenpreise können je nach geografischem Standort Ihres Publikums stark schwanken. Werbetreibende zahlen oft mehr, um Nutzer in wohlhabenderen Ländern oder Regionen mit höherer Kaufkraft zu erreichen. Ist Ihr Publikum international, sollten Sie unbedingt wissen, wie sich Ihre Besucher auf die einzelnen Länder verteilen, um Ihr Ertragspotenzial einschätzen zu können.

Verfolgen Sie Branchennews und Trends. Finden Sie heraus, wer Ihre direkten Wettbewerber sind und welches Werbeerlebnis sie bieten. Verteilen Sie Ihre Einnahmen nach Möglichkeit auf mehrere Quellen, damit Sie nicht allein von Display-Werbung abhängen. Behalten Sie die Weltwirtschaft und saisonale Schwankungen im Werbemarkt im Auge.

Monetarisierungsstrategie und Technologie

Mit welchen Methoden und Werkzeugen ein Publisher seine Werbeflächen verkauft, beeinflusst seine Werbeeinnahmen erheblich.

  • Direktvertrieb: Wer Werbeflächen direkt an Werbetreibende verkauft, erzielt oft höhere Preise als über Werbenetzwerke, weil Zwischenhändler wegfallen. Das erfordert ein Vertriebsteam und Kontakte zu potenziellen Werbetreibenden, ermöglicht aber individuelle Werbelösungen und engere Partnerschaften.

  • Werbenetzwerke: Werbenetzwerke (etwa Google AdSense) bieten Zugang zu einem großen Pool an Werbetreibenden und füllen Werbeflächen automatisch. Das ist einfacher zu verwalten, die Preise können aber niedriger ausfallen, weil das Netzwerk einen Anteil einbehält und allgemeine Anzeigen ausliefert.

  • Ad Exchanges und SSPs (Supply-Side-Plattformen): Über diese Plattformen bieten Publisher ihre Werbeflächen mehreren Werbenetzwerken und Werbetreibenden gleichzeitig per Auktion an. Das erhöht den Wettbewerb um jede einzelne Impression und führt oft zu höheren Einnahmen als mit nur einem Werbenetzwerk.

  • Header Bidding: Ein technisches Verfahren, bei dem Publisher ihr Inventar mehreren Nachfragequellen (Ad Exchanges, Netzwerken usw.) gleichzeitig anbieten, bevor der Ad Server aufgerufen wird. Beim älteren „Wasserfall“-Verfahren wurden die Quellen dagegen nacheinander abgefragt. Header Bidding verschärft den Wettbewerb um jede Impression deutlich und steigert so oft die Werbeeinnahmen.

  • Ad Server: Publisher nutzen Ad Server, um ihr Werbeinventar zu verwalten, Kampagnen zu planen, Anzeigen auszusteuern und die Leistung zu messen. Den passenden Ad Server zu wählen und richtig zu konfigurieren, ist entscheidend für maximale Effizienz und hohe Einnahmen.

  • Yield-Management: Dabei steuern Sie Ihr Werbe-Setup aktiv, um den bestmöglichen Ertrag zu erzielen. Dazu gehören Mindestpreise für Ihre Werbeflächen, optimierte Platzierungen und die Analyse von Leistungsdaten als Grundlage fundierter Entscheidungen. Wirksames Yield-Management ist ein fortlaufender Prozess mit dem Ziel, alle Einflussfaktoren auf Ihre Werbeeinnahmen zu verbessern.

Verlassen Sie sich nicht auf einen einzigen Vertriebsweg für Ihre Werbeflächen, sofern Ihre Reichweite das zulässt. Prüfen Sie Kombinationen aus Direktvertrieb, Werbenetzwerken und programmatischen Verfahren wie Header Bidding. Nehmen Sie sich Zeit, um zu verstehen, wie Sie Ihren Ad Server konfigurieren und Leistungsberichte auswerten. Experimentieren Sie fortlaufend mit verschiedenen Strategien, um Ihren Ertrag zu optimieren.

Fazit: Werbeeinnahmen gezielt steigern

Mit Werbung Geld zu verdienen, ist ein komplexer Prozess, auf den viele miteinander verknüpfte Faktoren einwirken. Sie reichen von den Merkmalen Ihres Publikums über Art und Platzierung der Anzeigen bis zum wirtschaftlichen Umfeld und zur Technologie, mit der Werbeflächen verkauft werden, und alle spielen eine wichtige Rolle. Wer seine Werbeeinnahmen maximieren will, muss diese Faktoren verstehen und aktiv daran arbeiten. Ein wertvolles Publikum aufbauen, ein gutes Nutzererlebnis bieten, wirksame Formate und Platzierungen wählen, auf kluges Targeting setzen und eine starke Monetarisierungsstrategie umsetzen: Das sind die entscheidenden Schritte. Publisher, die diese Einflussfaktoren konsequent im Blick behalten, können ihr Ertragspotenzial deutlich steigern.

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Khadija Idrissi

Geschrieben von

Khadija Idrissi

Khadija treibt die Arbeit mit Social Media und Creator-Kooperationen an. Sie verbindet Marken mit ihrem Publikum über Inhalte, die echt sind und wirklich ankommen. Immer auf der Suche nach den neuesten Trends, sammelt sie mit Freude neue Ideen, damit unsere Kampagnen frisch bleiben.

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