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Affiliate-Marketing oder Werbung: Was bringt mehr Geld?

Provisionen oder Werbeeinnahmen? Dieser Vergleich zeigt, wie beide Modelle funktionieren und warum Nische, Traffic und Zielgruppe über den Ertrag entscheiden.

Rachid Naciri
Rachid Naciri
May 29, 202514 Min. Lesezeit
Der Artikel „Affiliate-Marketing oder Werbung: Was bringt mehr Geld?“ vergleicht zwei zentrale Wege, mit einer Website Geld zu verdienen. Beim Affiliate-Marketing erhalten Sie Provisionen für Produktempfehlungen über persönliche Links, abgerechnet nach Verkäufen, Leads oder Klicks: Das bringt mehr pro Aktion, setzt aber Vertrauen und Engagement der Leser voraus. Display-Werbung über Netzwerke wie Google AdSense erzielt Einnahmen aus Impressionen oder Klicks und läuft weitgehend passiv, braucht wegen des geringen Ertrags pro Besucher jedoch viel Traffic. Affiliate-Marketing passt zu hochpreisigen Nischen und gezieltem Traffic, Werbung zu breit angelegten Inhalten mit großem Publikum. Der Verdienst hängt von Nische, Traffic, Suchintention und Art der Inhalte ab, und viele Websites profitieren davon, beide Modelle zu kombinieren und dabei das Nutzererlebnis im Blick zu behalten.

Wer eine Website betreibt oder Inhalte im Netz veröffentlicht, möchte damit früher oder später Geld verdienen. Zwei Wege liegen besonders nahe: Affiliate-Marketing oder Werbung auf der eigenen Seite. Welches der beiden Modelle mehr einbringt, sollte jeder wissen, der seine Reichweite zu Geld machen will.

Das Wichtigste in Kürze

  • Affiliate-Marketing: Sie verdienen Geld, indem Sie Produkte oder Dienstleistungen anderer Unternehmen empfehlen. Eine Provision erhalten Sie, wenn jemand auf Ihren persönlichen Link klickt und eine bestimmte Aktion ausführt, etwa einen Kauf oder eine Anmeldung.
  • Werbung (Display-Anzeigen): Sie binden Anzeigen von Werbenetzwerken auf Ihrer Website ein. Bezahlt werden Sie in der Regel danach, wie oft die Anzeigen gesehen (Impressionen) oder angeklickt werden.
  • Verdienstpotenzial: Affiliate-Marketing kann pro Besucher deutlich mehr abwerfen, vor allem wenn teure Produkte gekauft werden. Werbung bringt pro Besucher meist weniger, erzielt aber schon Einnahmen, wenn Besucher die Anzeigen nur sehen, auch ohne Klick oder Kauf.
  • Traffic-Bedarf: Mit Werbung lässt sich meist nur bei sehr hohem Traffic nennenswert verdienen, weil die Vergütung pro Aufruf oder Klick gering ist. Affiliate-Marketing funktioniert auch mit weniger Besuchern, sofern diese sich wirklich für die beworbenen Produkte interessieren.
  • Einbindung in die Inhalte: Affiliate-Links müssen sich natürlich in Inhalte einfügen, die sich mit den Produkten befassen. Anzeigen erscheinen dagegen oft automatisch in der Seitenleiste, im Header oder mitten im Text.
  • Kontrolle: Beim Affiliate-Marketing wählen Sie selbst aus, welche Produkte Sie bewerben. Bei Werbung entscheidet meist das Netzwerk, welche Anzeigen ausgespielt werden, auch wenn Sie bestimmte Kategorien sperren können.
  • Was bringt mehr? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Welches Modell mehr abwirft, hängt stark vom Thema Ihrer Website (der Nische) ab, von Ihrem Traffic, vom Engagement Ihrer Leser und davon, wie gut Sie das jeweilige Modell umsetzen.

Zusammenfassung

Dieser Artikel beleuchtet die zwei wichtigsten Wege, mit einer Website oder mit Inhalten Geld zu verdienen: Affiliate-Marketing und Werbeanzeigen. Beim Affiliate-Marketing empfehlen Sie Produkte anderer Unternehmen und erhalten einen Anteil, wenn jemand über Ihren persönlichen Link kauft. Bei Werbung blenden Sie Anzeigen aus Netzwerken wie Google AdSense ein und werden nach Aufrufen oder Klicks bezahlt. Wir vergleichen, wie beide Modelle funktionieren, welche Stärken und Schwächen sie haben und welche Faktoren Ihre Einnahmen bestimmen. Affiliate-Marketing kann pro Person, die tatsächlich handelt (etwa kauft), mehr einbringen, setzt aber voraus, dass Ihre Leser wirklich etwas kaufen. Werbung zahlt pro Person weniger, verdient aber schon daran, dass viele Menschen die Anzeigen sehen. Ob Sie sich für Affiliate-Marketing oder Werbung entscheiden oder beides kombinieren, hängt davon ab, wie gut Sie Ihre Zielgruppe und Ihre Inhalte kennen und welches Modell mehr Einsatz verlangt, um erfolgreich zu sein. Keine der beiden Methoden ist immer die ertragreichere, es kommt wirklich auf die Situation an.

Einleitung

Mit einer Website oder einem Blog Geld zu verdienen, ist für viele Content-Ersteller ein erklärtes Ziel. Zu den bewährtesten Einnahmequellen zählen Affiliate-Marketing und Display-Werbung. Neueinsteiger wie erfahrene Seitenbetreiber stellen sich deshalb immer wieder dieselbe Frage: Welches der beiden Modelle bietet die besseren Verdienstmöglichkeiten?

Darauf gibt es keine einfache, allgemeingültige Antwort. Affiliate-Marketing und Werbung funktionieren unterschiedlich, setzen auf unterschiedliche Handlungen der Nutzer und haben jeweils eigene Vor- und Nachteile. Was bei einer Website hervorragend funktioniert, kann bei einer anderen deutlich schlechter laufen. Wer fundiert entscheiden will, wie er seine Inhalte monetarisiert, muss die grundlegenden Unterschiede kennen: wie in jedem System Geld verdient wird und welche Faktoren über den Erfolg entscheiden. Dieser Artikel erklärt beide Methoden Schritt für Schritt und zeigt, wie Sie einschätzen, welche in Ihrer Situation rentabler sein dürfte.

So funktioniert Affiliate-Marketing

Beim Affiliate-Marketing treten Sie gewissermaßen als Verkäufer für die Produkte oder Dienstleistungen eines anderen Unternehmens auf. Als Website-Betreiber oder Content-Ersteller gehen Sie eine Partnerschaft mit einem Unternehmen ein und stellen dessen Angebote Ihrem Publikum vor. Klickt jemand auf einen speziellen Link von Ihnen (den sogenannten Affiliate-Link) und führt anschließend die gewünschte Aktion aus, meist einen Kauf, eine Registrierung oder das Ausfüllen eines Formulars, erhalten Sie dafür eine Vergütung: die Provision.

Der Ablauf im Überblick

In der Regel läuft es so ab:

  1. Anmeldung bei einem Partnerprogramm: Sie registrieren sich direkt bei einem Unternehmen oder über ein Affiliate-Netzwerk (etwa Amazon Associates, ShareASale oder CJ Affiliate).
  2. Persönliche Links erhalten: Das Programm stellt Ihnen spezielle Tracking-Links für die Produkte oder Dienstleistungen bereit, die Sie bewerben möchten. Diese Links enthalten eine eindeutige Kennung, damit das Unternehmen erkennt, dass der Besucher von Ihrer Website kommt.
  3. Bewerbung auf Ihrer Website: Sie bauen die Links in Ihre Inhalte ein, etwa in Testberichte, Empfehlungen, Artikel oder Banner.
  4. Klick und Aktion: Ein Besucher Ihrer Website klickt auf einen Affiliate-Link und landet auf der Website des Unternehmens.
  5. Tracking: Das System des Unternehmens erfasst, dass der Besucher über Sie gekommen ist.
  6. Provision: Führt der Besucher die vereinbarte Aktion (zum Beispiel einen Kauf) innerhalb eines bestimmten Zeitraums aus, der über ein Cookie festgelegt wird, erhalten Sie eine Provision. Sie kann ein Prozentsatz des Verkaufspreises oder ein fester Betrag sein.

Vergütungsmodelle im Affiliate-Marketing

  • Pay per Sale (PPS, Umsatzbeteiligung): Sie erhalten einen Prozentsatz des Verkaufsbetrags. Dieses Modell ist sehr verbreitet, besonders im Einzelhandel.
  • Pay per Lead (PPL): Sie erhalten einen festen Betrag für jeden qualifizierten Lead, etwa wenn jemand ein Formular ausfüllt, sich für eine Testversion anmeldet oder ein Angebot anfordert.
  • Pay per Click (PPC): Im klassischen Affiliate-Marketing eher selten, doch manche Programme zahlen schon für den bloßen Klick einen kleinen Betrag. Hier ist Vorsicht geboten, denn dahinter stecken mitunter Programme von geringer Qualität.
  • Pay per Install (PPI): Sie verdienen Geld, wenn jemand nach dem Klick auf Ihren Link eine App oder Software installiert.

Vorteile von Affiliate-Marketing

  • Höheres Potenzial pro Aktion: Im Vergleich zu den meisten Werbemodellen kann der Ertrag für einen einzelnen Verkauf oder Lead deutlich höher ausfallen. Je nach Produktpreis und Provisionssatz sind einige Dollar oder sogar Hunderte möglich.
  • Passend zu den Inhalten: Affiliate-Empfehlungen wirken am besten, wenn sie eng zu Ihren Inhalten und den Interessen Ihrer Leser passen. Dadurch erscheinen sie oft weniger aufdringlich als beliebige Anzeigen.
  • Erfolgsabhängig: Ihre Einnahmen hängen direkt davon ab, wie gut Sie Ihr Publikum zum Handeln bewegen. Wirksame Empfehlungen werden also belohnt.
  • Keine eigenen Produkte nötig: Sie müssen weder Produkte entwickeln noch einen Kundenservice betreiben, Sie bringen lediglich Käufer und Verkäufer zusammen.

Herausforderungen beim Affiliate-Marketing

  • Vertrauen und Engagement sind Pflicht: Damit Menschen auf Ihre Links klicken und kaufen, müssen sie Ihren Empfehlungen vertrauen und sich ernsthaft für die beworbenen Produkte interessieren.
  • Ohne Aktion kein Ertrag: Lesen Besucher Ihre Inhalte nur, ohne über Ihre Links zu klicken oder zu kaufen, verdienen Sie nichts.
  • Unterschiedliche Provisionssätze: Wie viel ein Verkauf einbringt, schwankt stark je nach Branche, Unternehmen und Produkt.
  • Wettbewerb: Viele andere Websites bewerben womöglich dieselben Produkte.
  • Abhängigkeit von Dritten: Ihre Einnahmen hängen davon ab, dass die Website des Händlers Besucher in Kunden verwandelt, das Tracking zuverlässig funktioniert und die Auszahlungen verlässlich kommen.

Damit Affiliate-Marketing erfolgreich wird, sollten Sie eine treue Leserschaft rund um ein klar umrissenes Thema aufbauen. Empfehlen Sie nur Produkte, von denen Sie wirklich überzeugt sind und die ein Problem Ihrer Leser lösen oder einen Bedarf decken. Schreiben Sie ehrliche Testberichte und hilfreiche Inhalte, aus denen sich eine Empfehlung ganz natürlich ergibt. Setzen Sie nicht nur auf Banner, sondern binden Sie Links passend in wertvolle Informationen ein.

So funktioniert Werbung (Display-Anzeigen)

Bei Display-Werbung zeigen Sie grafische oder textbasierte Anzeigen auf Ihrer Website, meist verwaltet von einem Werbenetzwerk. Ruft jemand Ihre Seite auf, spielt das Netzwerk automatisch Anzeigen aus, abhängig von Faktoren wie dem Browserverlauf des Besuchers, dem Inhalt Ihrer Seite oder allgemeinen demografischen Merkmalen.

Der Ablauf im Überblick

Typischerweise sieht der Prozess so aus:

  1. Anmeldung bei einem Werbenetzwerk: Sie registrieren sich bei einem Netzwerk wie Google AdSense, Mediavine, AdThrive oder Ezoic. Manche Netzwerke verlangen ein Mindestmaß an Traffic.
  2. Anzeigencode einbauen: Sie fügen den Code des Netzwerks an festgelegten Stellen Ihrer Seiten ein (Header, Seitenleiste, im Inhalt, Footer).
  3. Anzeigen werden ausgespielt: Lädt ein Besucher eine Seite mit Anzeigencode, führt das Netzwerk im Hintergrund eine Auktion durch, entscheidet, welche Anzeige gezeigt wird, und blendet sie ein.
  4. Geld verdienen: Sie werden danach bezahlt, wie Besucher mit den Anzeigen interagieren.

Vergütungsmodelle bei Werbung

  • CPM (Cost per Mille, Tausender-Kontakt-Preis): Sie erhalten einen festen Betrag pro 1.000 Einblendungen einer Anzeige. Das ist bei Netzwerken üblich, die Anzeigen zur Steigerung der Markenbekanntheit ausspielen. Die Einnahmen hängen allein vom Traffic und von der Zahl der geladenen Anzeigen ab.
  • CPC (Cost per Click): Sie verdienen jedes Mal, wenn ein Besucher auf eine Anzeige auf Ihrer Website klickt. Die Einnahmen hängen sowohl vom Traffic als auch davon ab, wie viele Besucher klicken.
  • Active View CPM: Eine Variante des CPM, bei der Sie nur verdienen, wenn die Anzeige als „sichtbar“ gilt (etwa wenn ein bestimmter Anteil der Anzeige eine Mindestzeit lang auf dem Bildschirm zu sehen ist).

Vorteile von Werbung

  • Passives Einkommen: Ist der Anzeigencode einmal eingerichtet, laufen die Einnahmen weitgehend passiv. Sie müssen in Ihren Inhalten keine bestimmten Produkte aktiv verkaufen oder bewerben.
  • Einnahmen von allen Besuchern: Potenziell verdienen Sie an jedem Besucher, der eine Anzeige sieht oder anklickt, ganz gleich, ob er etwas kauft.
  • Planbar (bei stabilem Traffic): Bei gleichbleibendem Traffic lassen sich die Mindesteinnahmen oft recht gut vorhersagen, vor allem beim CPM-Modell.
  • Einfacher Einstieg: Einfache Display-Anzeigen (etwa mit AdSense) sind vergleichsweise unkompliziert eingerichtet.

Herausforderungen bei Werbung

  • Hoher Traffic nötig: Pro Aufruf oder Klick gibt es meist nur sehr wenig (Bruchteile eines Cents bis wenige Cent). Für nennenswerte Einnahmen brauchen Sie eine sehr große Zahl an Seitenaufrufen.
  • Geringer Ertrag pro Besucher: Ein einzelner Besucher bringt oft nur wenige Cent Werbeeinnahmen, weit weniger als eine mögliche Affiliate-Provision aus einem Verkauf.
  • Kann aufdringlich wirken: Anzeigen können das Nutzererlebnis stören, die Ladezeit verlängern und Besucher verärgern, die dann womöglich abspringen.
  • Begrenzte Kontrolle über die Anzeigen: Zwar können Sie oft bestimmte Werbetreibende oder Kategorien sperren, doch auf die konkret gezeigten Anzeigen haben Sie weniger Einfluss als bei der gezielten Auswahl von Affiliate-Produkten.
  • Werbeblocker: Besucher mit Adblocker sehen Ihre Anzeigen nicht, Sie verdienen an ihrem Besuch über dieses Modell also nichts.

Um mit Display-Anzeigen möglichst viel zu verdienen, sollten Sie vor allem den Traffic Ihrer Website deutlich steigern. Verbessern Sie die Ladegeschwindigkeit, damit Anzeigen schnell erscheinen. Wählen Sie Formate und Platzierungen, die gut sichtbar sind, das Lesen aber nicht übermäßig stören. Ziehen Sie Premium-Werbenetzwerke in Betracht (die meist hohe Traffic-Anforderungen stellen), denn sie bieten oft bessere CPM- und CPC-Sätze als einfache Netzwerke wie AdSense.

Affiliate-Marketing oder Werbung: Was bringt mehr?

Das ist die Kernfrage, und wie bereits erwähnt, ist die Antwort nicht einfach. Ob Affiliate-Marketing oder Werbung höhere Einnahmen erzielt, hängt von mehreren entscheidenden Faktoren rund um Ihre Website und Ihr Publikum ab.

Stellen Sie es sich so vor:

  • Werbung: Sie bekommen von sehr vielen Menschen jeweils einen winzigen Betrag, nur weil sie an Ihrem Laden vorbeigehen und ins Schaufenster schauen (Impressionen) oder kurz hereinkommen (Klicks). Um damit echtes Geld zu verdienen, müssen enorm viele Menschen vorbeikommen.
  • Affiliate-Marketing: Sie bekommen von weniger Menschen einen deutlich höheren Betrag, aber nur, wenn sie tatsächlich in den Laden kommen, sich ein von Ihnen empfohlenes Produkt ansehen und es kaufen. Sie brauchen weniger Besucher, doch es müssen die richtigen sein: Menschen, die interessiert sind und auf Ihre Empfehlung hin kaufen.

Diese Faktoren entscheiden darüber, welches Modell mehr einbringt:

Nische (Thema der Website)
  • Hochpreisige Nischen: In Themenfeldern mit teuren Produkten oder Dienstleistungen (etwa Finanzen, Software, hochwertige Elektronik, Reisen) gibt es oft Partnerprogramme mit hohen Provisionen. Hier kann Affiliate-Marketing pro Besucher deutlich mehr einbringen als Werbung.
  • Breite oder niedrigpreisige Nischen: Bei Themen wie allgemeinen Nachrichten, Unterhaltung oder Hobbys, wo Produkte günstig sind oder es kaum attraktive Partnerprogramme gibt, ist Display-Werbung oft die verlässlichere Einnahmequelle, weil ein möglicher Affiliate-Verkauf nur sehr wenig oder gar nichts einbringen würde.
Suchintention und Engagement der Zielgruppe
  • Kaufabsicht: Sucht Ihr Publikum gezielt nach Informationen vor einem Kauf (etwa „bester Laptop für Studenten“ oder „[Produktname] Test“), klickt es eher auf Affiliate-Links und kauft. Solche Leser sind für Affiliate-Marketing besonders wertvoll.
  • Informationsabsicht: Sucht Ihr Publikum vor allem allgemeine Informationen oder Unterhaltung (etwa „Kuchen backen Anleitung“ oder „Geschichte von Thema X“), ist es seltener in Kauflaune. Hier eignen sich Display-Anzeigen besser, denn sie bringen schon durch das Lesen der Inhalte Geld, unabhängig von einer Kaufabsicht.
  • Engagement: Leser, die Ihnen vertrauen und sich mit Ihren Inhalten beschäftigen (Zeit auf der Seite verbringen, Kommentare schreiben), folgen eher Ihren Empfehlungen und klicken auf Affiliate-Links.
Traffic-Volumen
  • Hoher Traffic: Websites mit Millionen Seitenaufrufen im Monat können mit Display-Werbung beträchtliche Summen verdienen, selbst bei niedrigen CPM- oder CPC-Sätzen. Die schiere Menge gleicht den geringen Ertrag pro Besucher aus.
  • Mittlerer oder geringer Traffic: Bei Websites mit weniger Besuchern (Tausende oder Zehntausende Aufrufe im Monat) ist es schwierig, allein mit Display-Anzeigen ein nennenswertes Einkommen zu erzielen. Affiliate-Marketing kann hier wirksamer sein, wenn der Traffic sehr zielgerichtet und engagiert ist, denn schon wenige Conversions können ordentliche Provisionen bringen.
Art der Inhalte
  • Testberichte, Anleitungen, Vergleiche: Inhalte, die bei der Auswahl von Produkten oder Dienstleistungen helfen, eignen sich ideal, um Affiliate-Links natürlich einzubinden.
  • Nachrichten, Ratgeberartikel, Unterhaltung: Inhalte, in die direkte Produktempfehlungen schlecht passen, lassen sich besser über Display-Werbung monetarisieren.
Ihr Können und Ihr Einsatz
  • Affiliate-Marketing: Erfordert ein Gespür für die richtigen Produkte sowie die Fähigkeit, sie natürlich in Inhalte einzubinden, überzeugende Texte zu schreiben und Vertrauen aufzubauen. Das verlangt deutlich mehr aktives Handeln als das Einbauen von Anzeigencode.
  • Werbung: Erfordert das Know-how, sehr viel Traffic zu gewinnen und Anzeigenplatzierungen auf Sichtbarkeit und Klicks zu optimieren, ohne dem Nutzererlebnis zu schaden.

Um herauszufinden, ob Affiliate-Marketing oder Werbung für Ihre Website besser passt, analysieren Sie Ihr Publikum. Sucht es nach Lösungen, die es kaufen kann? Oder nach kostenlosen Informationen und Unterhaltung? Welche Themen decken Ihre Inhalte ab? Schauen Sie sich vergleichbare Websites in Ihrer Nische an: Wie verdienen diese ihr Geld? Oft ist es am sinnvollsten, beide Methoden ausgewogen zu testen und zu beobachten, welche bei welchen Inhalten oder Zielgruppensegmenten besser abschneidet.

Lassen sich Affiliate-Marketing und Werbung kombinieren?

Ja, viele erfolgreiche Websites setzen beide Modelle gleichzeitig ein. Diese sogenannte Diversifizierung kann eine kluge Strategie sein.

  • So funktioniert es: Auf Seiten, die vor allem informieren (etwa Artikel zur Geschichte eines Themas oder Ratgeber ohne konkrete Produktnennung), nutzen Sie Display-Anzeigen, um an allen Besuchern zu verdienen. Auf Seiten, die gezielt bei einer Kaufentscheidung helfen (etwa Testberichte oder Vergleiche), konzentrieren Sie sich auf passende Affiliate-Links.
  • Vorteile: Mit beiden Modellen können Sie an mehr unterschiedlichen Nutzerabsichten und Inhaltsarten verdienen. Außerdem sind Sie weniger von einer einzigen Einnahmequelle abhängig. Laufen die Affiliate-Verkäufe in einem Monat schwach, können Werbeeinnahmen das ausgleichen, und umgekehrt.
  • Worauf Sie achten sollten: Beide Modelle müssen so ausbalanciert sein, dass sie sich nicht gegenseitig schaden. Zu viele aufdringliche Anzeigen lenken von Affiliate-Links ab oder schieben sie nach unten. Wer dagegen zu stark auf Affiliate-Conversions optimiert und seine Inhalte allzu kommerziell gestaltet, riskiert weniger Seitenaufrufe und damit geringere Werbeeinnahmen.

Wenn Sie Affiliate-Marketing und Werbung gemeinsam nutzen, planen Sie sorgfältig, wie beides auf der Seite zusammenwirkt. Achten Sie darauf, dass Anzeigen die Website nicht unbenutzbar machen oder zu sehr von Inhalten mit Affiliate-Links ablenken. Das Nutzererlebnis hat Vorrang. Testen Sie verschiedene Platzierungen für Anzeigen und Affiliate-Links, um herauszufinden, womit Sie am meisten verdienen, ohne Ihre Leser zu verärgern.

Fazit

Ob Affiliate-Marketing oder Werbung mehr Geld einbringt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Wege eignen sich gut, um Inhalte zu monetarisieren, beruhen aber auf unterschiedlichem Nutzerverhalten und unterschiedlichen Eigenschaften einer Website.

Affiliate-Marketing bietet die Chance auf höhere Einnahmen pro Besucher, vor allem in Nischen mit teuren Produkten und bei Lesern mit klarer Kaufabsicht. Es lebt von Vertrauen, engagierten Lesern und Inhalten, aus denen sich Produktempfehlungen ganz natürlich ergeben.

Display-Werbung bringt pro Besucher meist weniger, kann aber bei viel Traffic für ein stetiges Einkommen sorgen, ganz gleich, ob die Besucher in Kauflaune sind. Sie passt gut zu Websites mit breit angelegten Informations- oder Unterhaltungsinhalten.

Viele Websites fahren gut damit, beide Methoden gezielt zu kombinieren. Welcher Ansatz für Ihre Website der beste ist, hängt ganz von Ihrer Nische ab, von der Art Ihrer Inhalte, von Ihrem Traffic und vor allem von den Bedürfnissen und dem Verhalten Ihres Publikums. Wägen Sie diese Faktoren sorgfältig ab, um herauszufinden, welches Modell oder welche Kombination Ihnen das größte Verdienstpotenzial bietet.

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Rachid Naciri

Geschrieben von

Rachid Naciri

Rachid begeistert sich aufrichtig für SEO und datengetriebene Marketingstrategien. Seine Neugier darauf, wie Suchmaschinen arbeiten, treibt ihn an, ständig dazuzulernen und sich anzupassen. Außerhalb der Arbeit wandert er gern und erkundet die Landschaften Marokkos. Analytischer Kopf und Abenteuerlust zugleich, ist er im Team sehr wertvoll.

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