Ein Paar Laufschuhe, elektrische Zahnbürsten und Geschenkkörbe: Genau diese Produkte habe ich letzte Woche bei Google gesucht.
Meine erste Anlaufstelle war, wie bei den meisten Menschen, Google. Und wie den meisten Käufern fehlten mir Zeit und Geduld, über die erste oder zweite Ergebnisseite hinauszuschauen.
Wer in den Suchergebnissen potenzieller Käufer nicht auftaucht, existiert für sie schlicht nicht. Genau hier setzt SEO für Onlineshops an: Um die Menschen zu erreichen, die nach Ihren Produkten oder Dienstleistungen suchen, müssen Sie Ihren Shop optimieren und in den Suchergebnissen weit oben stehen. Das kann den organischen Traffic hoch interessierter Besucher deutlich steigern.
Die gute Nachricht: Mit der Weiterentwicklung der Suchalgorithmen entfernt sich SEO von Praktiken, die nichts damit zu tun haben, wie Nutzer tatsächlich mit Inhalten umgehen. Heute zählen Benutzerfreundlichkeit, Vertrauen und Relevanz.
In diesem Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie Ihre Rankings verbessern und über die organische Suche die richtigen Kunden erreichen.
#1: Keyword-Optimierung für bessere Rankings

Kein Unternehmen kann heute die Wirkung von organischem Traffic ignorieren. Er bringt genau die Kunden aus Ihrer Nische in Ihren Shop, die dort finden, was sie suchen. Deshalb müssen Sie die richtigen Keywords festlegen, damit Ihre Seiten auf den Suchergebnisseiten (SERPs) von Google weiter oben erscheinen.
1) Keyword-Recherche durchführen
Im ersten Schritt ermitteln Sie die Keywords, mit denen Ihre Startseite, Ihre Produktseiten und Ihre Blogartikel ranken sollen. Bei der Auswahl berücksichtigen Sie Relevanz, Suchvolumen und Ranking-Schwierigkeit.
Zunächst sollten Sie verstehen, was Ihre Interessenten sehen wollen, wenn sie auf Ihre Produktseite kommen: Was interessiert sie, welche Fragen haben sie?
Daraus ergibt sich der nächste Schritt: die genauen Suchbegriffe zu bestimmen, die Ihre idealen Kunden tatsächlich eingeben.
Das Haupt-Keyword besteht aus zwei oder drei Wörtern und bringt das nötige Suchvolumen. Long-Tail-Keywords sind meist sehr spezifische, längere Suchphrasen (mehr als 4 Wörter). Einzeln haben sie wenig Suchvolumen, zusammengenommen machen sie aber einen großen Teil aller Onlinesuchen aus.
2) Die Konkurrenz analysieren
Wenn Ihre Wettbewerber in den Suchergebnissen vor Ihnen liegen, sollten Sie wissen, für welche Keywords sie ranken.
Setzen Sie in diesem Fall auf leichtere Siege: Suchen Sie nach anderen Keywords, mit denen Sie weit oben landen können.
3) Keywords den einzelnen Seiten zuordnen
Sobald Sie wissen, für welche Keywords Sie ranken wollen, ordnen Sie jedes davon einer bestimmten Seite Ihrer Website zu.
#2: OnPage-SEO für Onlineshops

Mit OnPage-SEO zielen Sie auf relevanten, passgenauen Traffic und sorgen dafür, dass die Besucher, die über die Suchergebnisse in Ihren Shop kommen, echte Kaufinteressenten sind.
Die wichtigsten Bausteine von OnPage-SEO:
1. Keywords
Um die SEO Ihrer Website zu verbessern, platzieren Sie Ihre Keywords gezielt an verschiedenen Stellen:
- Seitentitel
- Hauptüberschrift
- Zwischenüberschriften
- Fließtext (vor allem die ersten Absätze)
- Produktbeschreibung
- Dateinamen der Bilder
- Alt-Texte der Bilder
- Meta-Title und Meta-Description
- URLs
2. Seitenarchitektur
Eine durchdachte Seitenarchitektur ordnet Ihre Seiten so, dass Benutzerfreundlichkeit, Rankings und Conversions davon profitieren.
Außerdem hilft sie Google, Ihre Website zu verstehen, besonders wenn Sie viele Produktseiten haben.
3. Interne Verlinkung
Eine gute interne Verlinkung stärkt Ihre SEO, weil sie Google die Hierarchie Ihrer Website und Ihre wichtigsten Seiten zeigt. Verbessern Sie dabei die Rankings Ihrer Top-Keywords, indem Sie unterschiedliche Ankertexte verwenden.
4. Benutzerfreundlichkeit und Engagement
Je benutzerfreundlicher Ihre Website ist, desto schneller finden Besucher, was sie suchen, und desto länger bleiben sie bei Ihren Inhalten.
Denken Sie an einen Live-Chat und an überzeugende Inhalte (einzigartige, gut geschriebene Produktbeschreibungen, Kundenbewertungen, 360-Grad-Produktansichten, Produktvideos usw.).
5. Einbindung von Social Media
Neuere Untersuchungen zeigen, dass eine starke Präsenz in sozialen Netzwerken mit besseren Suchmaschinen-Rankings einhergeht.
Eine starke Social-Media-Präsenz erhöht nicht nur die Bekanntheit Ihrer Marke, sondern bringt auch mehr eingehende Links und mehr wiederkehrende Besucher, die tendenziell länger auf der Website bleiben.
#3: Mobile Optimierung

Ist Ihr Onlineshop nicht für ein schnelles, reibungsloses mobiles Nutzererlebnis optimiert, straft Google Sie nicht nur ab. Ihnen entgehen auch weitere Faktoren, die Ihre SEO stärken könnten, etwa eine lange Verweildauer und eine niedrige Absprungrate.
Mobile Optimierung im E-Commerce bedeutet längst mehr, als alle Inhalte auf einen kleinen Bildschirm zu quetschen. Einige Punkte sollten Sie kennen.
1. Ladegeschwindigkeit
Dauert das Laden länger als 3 Sekunden, verlässt mehr als die Hälfte der mobilen Nutzer die Website.
Um die Ladezeit zu verbessern, sollten Sie den Code verschlanken, Browser-Caching nutzen, Bilder optimieren und Weiterleitungen reduzieren.
Verschiedene Onlinedienste prüfen Ihre Website und zeigen Ihnen, welche Optimierungsschritte sinnvoll sind, zum Beispiel Google PageSpeed Insights.
2. Webdesign
Mit diesen Designregeln wird Ihre mobile Website SEO-freundlich: Verzichten Sie auf Flash, das auf Mobilgeräten nicht verfügbar ist, und setzen Sie für Spezialeffekte stattdessen auf HTML5.
Haben Sie Fragen dazu? Kontaktieren Sie unser Team, wir helfen Ihnen gern weiter.
#4: Die bestehende Website verbessern

Um SEO für Onlineshops zu verbessern, müssen Sie nicht jeden Teil Ihres Shops umbauen.
Oft reicht es, einige bestehende Probleme zu beheben:
1. Ladezeit der Seiten
Google und Bing nutzen die Ladezeit einer Seite als eines ihrer Ranking-Kriterien.
Hinzu kommt: Muss ein Nutzer ein paar Sekunden länger warten, verlässt er eine langsame Website.
Das verkürzt die Verweildauer, erhöht die Absprungrate und senkt die Zahl der aufgerufenen Seiten. All das kann Ihre Position in den Suchergebnissen gefährden.
So beschleunigen Sie das Laden Ihrer Seiten:
- Elemente verschlanken und HTTP-Anfragen minimieren
- Die Antwortzeit des Servers verbessern
- Komprimierung und Browser-Cache aktivieren
- Genutzte Ressourcen minimieren
- Bilder optimieren, vor allem auf Seiten mit vielen Produktfotos
- Inhalte, die ohne Scrollen sichtbar sind, zuerst laden
- Die Zahl der Plugins und Weiterleitungen reduzieren
- Fehlerseiten der Website kontrollieren, individuell gestalten und optimieren
2. Layout und Formatierung
Google misst die Relevanz von Inhalten unter anderem daran, wie lange Besucher auf der Website bleiben.
Mit dem richtigen Layout und einem einfach bedienbaren Design bleiben Besucher schnell hängen, weil sich die Inhalte leicht erfassen lassen.
So formatieren Sie Ihre Inhalte benutzerfreundlicher:
- Gut lesbare Schriftarten und Schriftgrößen.
- Fett- und Farbhervorhebungen gezielt einsetzen, um wichtige Informationen zu betonen.
- Kurze Absätze mit angemessenem Abstand für bessere Lesbarkeit.
- Aufzählungen und nummerierte Listen sind klar von Vorteil.
- Inhalte mit Elementen wie Slidern, Tabs, schrittweise aufklappenden Layouts, strukturierten Rastern, Modalfenstern, Rollover-Effekten, Akkordeons oder Dropdown-Menüs gliedern.
3. Doppelte Startseiten
Mehrere Versionen der Startseite gleichzeitig zu betreiben ist heikel: Google stuft sie als Duplikate ein, und die Rankings leiden erheblich.
Zum Glück gibt es eine einfache Lösung: Leiten Sie alle möglichen Varianten per 301-Weiterleitung auf eine einzige Startseiten-URL um. Nutzen Sie dazu die Google Webmaster Tools und den Bereich „Bevorzugte Domain“.
4. Lokale Unternehmensangaben
Wenn Sie ein Ladengeschäft haben, sollten Name, Adresse und Telefonnummer (NAP) überall auf Ihrer Website erscheinen.
Da Google die Rankings der lokalen Suche mit denen der organischen Suche verknüpft, erhöhen standortbezogene Angaben die Chance, dass Ihr lokales Geschäft weiter oben erscheint.
#5: Blog-Inhalte

Wer regelmäßig Blogartikel veröffentlicht, bleibt im Blickfeld der Suchmaschinen. Ihre Kunden haben so mehr Wege, Sie zu finden, und mehr Gründe, auf Ihre Website zurückzukehren.
Ein Blog ist außerdem eine hervorragende Strategie, um Suchtraffic über Long-Tail-Keywords zu gewinnen, auf die 70 % aller Onlinesuchen entfallen.
Wenn Sie im Onlineshop einen Blogartikel veröffentlichen, sollten Sie:
- jeden Beitrag auf ein oder mehrere Keywords optimieren, vor allem auf solche, die Sie auf der Startseite nicht verwenden
- auf hohe Qualität und gute Lesbarkeit achten
- auf Keyword-Stuffing verzichten, das Google abstraft
- Besuchern das Teilen mit Social-Sharing-Buttons leicht machen
- interne Links setzen, um die SEO-Rankings Ihrer gesamten Website zu stärken und Suchmaschinen das Crawlen und Indexieren zu erleichtern
Erwägen Sie außerdem Content-Upgrades, um Leads zu gewinnen.
#6: Linkaufbau

Linkaufbau verbessert Ihre SEO, weil er Suchmaschinen signalisiert, dass Ihre Inhalte relevant sind.
1. Eingehende Links
Ein eingehender Link entsteht, wenn eine externe Seite auf eine Seite Ihrer Website verweist. Solche Links heißen auch Backlinks.
Die Qualität der eingehenden Links wirkt sich direkt auf Ihre SEO-Rankings aus.
Hochwertige Backlinks stammen von Websites mit hoher Autorität, guten Rankings, optimierten Seiten und passenden Ankertexten.
So gewinnen Sie hochwertige eingehende Links:
- Veröffentlichen Sie Gastartikel auf angesehenen Websites oder verfassen Sie Inhalte gemeinsam mit deren Autoren.
- Lassen Sie Influencer eine Rezension Ihres Produkts schreiben und auf die Produktseite verlinken.
- Nutzen Sie die Broken-Link-Methode, um passende Websites zu kontaktieren.
- Schreiben Sie Influencern eine E-Mail und bitten Sie sie, Ihre Inhalte in den sozialen Medien zu teilen.
- Suchen Sie über Dienste wie HARO (Help a Reporter Out) nach Gelegenheiten für Presseberichte.
- Verwenden Sie nicht immer denselben Ankertext und verlinken Sie nicht immer auf dieselbe Seite.
2. Ausgehende Links
Links auf externe Websites wirken sich positiv auf Ihre SEO-Rankings aus, weil sie Google Kontextsignale liefern, mit denen sich die Relevanz einer Seite bestimmen lässt.
Stärken Sie die Relevanz Ihrer Inhalte, indem Sie auf nützliche Quellen verlinken, die Ihren Lesern ausführliche und hilfreiche Informationen bieten.
Für die SEO lohnen sich solche ausgehenden Links vor allem dann, wenn sie auf Websites verweisen, die zum Thema des Inhalts und zur Art des Produkts passen.
#7: Google Shopping

Ihre Produkte direkt bei Google Shopping zu listen, ist der einfachste Weg, potenzielle Kunden zu erreichen, die bereits nach genau diesen Produkten suchen.
Damit Ihre Produkte in Google Shopping erscheinen, benötigen Sie ein kostenloses Händlerkonto im Google Merchant Center.
Zusätzlich können Sie mit den standortbasierten Technologien von Google Onlinekäufer in Ihr Ladengeschäft holen, etwa mit Funktionen zur Verfügbarkeitsprüfung.
Unterm Strich gilt: Je weiter sich Suchmaschinen entwickeln, desto stärker hängen die Rankings von der Benutzerfreundlichkeit ab.
Um Ihre Position in der Suche zu verbessern und organischen Traffic zu gewinnen, gestalten Sie Ihre Website und Ihre Inhalte konsequent für Ihre idealen Kunden.
SEO für Onlineshops ist eine Daueraufgabe. Sie müssen mit den Veränderungen des Marktes und der Suchalgorithmen Schritt halten.
Machen Sie es sich zur Gewohnheit, Ihre Keywords regelmäßig zu überprüfen, Ihre Statistiken genau zu verfolgen und Ihre SEO-Strategie weiterzuentwickeln.









