Social Media für kleine Unternehmen: 10 Tipps von Experten
Richtig eingesetzt, bringt Social Media kleinen Unternehmen neue Kunden und mehr Umsatz, falsch eingesetzt, kostet es nur Zeit. Zehn Marketingexperten verraten, worauf es ankommt.
Social Media für kleine Unternehmen ist ein hervorragender Weg, potenzielle Kunden zu erreichen. Richtig eingesetzt, steigern Sie damit Ihren Umsatz. Wer aber nicht aufpasst, verzettelt sich und vergrault am Ende Kunden und Interessenten.
Hier sind die 10 wichtigsten Strategien von Marketingexperten, mit denen Inhaber kleiner Unternehmen ihre Social-Media-Kanäle zum Erfolg führen.
Tipp 1: Mit klaren Zielen starten
„Beginnen Sie mit Ihren drei wichtigsten Marketingzielen und prüfen Sie dann, wie Social Media Ihnen helfen kann, sie zu erreichen. Allzu oft lassen sich Unternehmer von dem Gedanken leiten: ‚Ich muss dabei sein. Ich muss auf all diesen neuen Kanälen vertreten sein, sonst werde ich abgehängt.‘“ John Jantsch
John Jantsch ist Marketingberater für Unternehmen, Redner und Autor des Buches „Duct Tape Marketing“.
Tipp 2: Autorität aufbauen
„Als Unternehmer bin ich überzeugt: In Ihre LinkedIn-Präsenz können Sie 2018 gar nicht zu viel investieren. Das gilt auch für alle, die beruflich weiterkommen wollen, vor allem im Vertrieb oder im Marketing. Wer sich darauf konzentriert, auf LinkedIn Reichweite und Engagement aufzubauen, kann Umsatz und Conversion-Raten spürbar steigern. Außerdem ergeben sich daraus großartige Chancen für Kooperationen.“ Josh Elledge
Josh Elledge ist Gründer von upendPR.com und schreibt eine wöchentliche Zeitungskolumne, die mehr als 1,1 Millionen Leser erreicht. Außerdem ist er regelmäßig im Radio und auf mehr als 75 Fernsehsendern im ganzen Land zu sehen.
Tipp 3: Gespräche anstoßen
„Bei Facebook ist vor allem eines wichtig: Der Algorithmus belohnt Beiträge, die Interaktionen auslösen. Postet ein Unternehmen etwas und niemand reagiert, zeigt Facebook den Beitrag auch niemandem. Facebook will die Menschen auf der Plattform halten, und das gelingt nur mit Beiträgen und Storys, die sie interessant finden. Das wird noch schwieriger, denn Facebook hat angekündigt, seinen Algorithmus zu ändern. Künftig werden Inhalte von Freunden gegenüber denen von Unternehmen und anderen Seiten bevorzugt.
Entscheidend ist, Fragen zu stellen und auf die Antworten einzugehen. Ein Autohändler könnte ein Foto von jemandem posten, der gerade sein erstes Auto kauft. Das ist durchaus interessant. Fragt er aber zusätzlich: ‚Was war Ihr erstes Auto?‘, bringt er Menschen dazu zu antworten und kann darauf reagieren. Für die Person, die geantwortet hat, ist er dann nicht mehr irgendein Autohändler, sondern der Autohändler, der ihr erstes Auto kennt.“
Adam McCloskey
Adam McCloskey ist Associate Director des Florida SBDC an der UWF. Es gehört zum Florida SBDC Network, einem landesweiten Netz aus mehr als 40 Zentren, die angehende und bestehende kleine Unternehmen beraten, schulen und mit Ressourcen unterstützen.
Tipp 4: Wertschätzung zeigen
„Das Wichtigste an Social Media: Es geht nicht nur um Sie. Social Media ist kein Monolog, in dem Sie der Welt von Ihren Auszeichnungen oder den Sonderangeboten für Ihre Produkte und Dienstleistungen erzählen. Es ist eine Gelegenheit, echte Verbindungen zu den Menschen aufzubauen, die Sie geschäftlich unterstützt und vorangebracht haben. Denken Sie an die 10 bis 20 wichtigsten Menschen in Ihrem beruflichen Umfeld: Über Social Media können Sie ihre Unterstützung würdigen und sich bei ihnen bedanken. Das gelingt, indem Sie auf ihre Beiträge und Tweets reagieren: liken, folgen und teilen. So sagen Sie Danke. Und vor allem werden sie die Geste zu schätzen wissen und Sie weiterhin unterstützen.“
Brian Moran
Brian Moran ist Experte für kleine Unternehmen und Gründer von SmallBusinessEdge.com.
Tipp 5: Aus der Masse herausstechen
„Social Media ist persönlich. An erster Stelle steht Ihre persönliche Marke, erst danach Ihr Job oder Ihr Unternehmen. Sie müssen Ihre Persönlichkeit vermitteln. Heben Sie sich vom Lärm ab. Seien Sie anders. Sie müssen nicht wie ich ein Superheldenkostüm tragen, aber im Getöse der sozialen Medien müssen Sie auffallen und in Erinnerung bleiben.“ Kedma Ough
Kedma Ough ist Rednerin („Small Business Superhero“) und berät kleine Unternehmen.
Tipp 6: Klare Ziele definieren
„Werbung auf Facebook kann sich lohnen, kostet aber Zeit und Geld, und es gibt eine Lernkurve. Wissen Sie genau, was Sie erreichen wollen: Verkäufe, Leads oder beides? Meiden Sie ‚alberne‘ Kennzahlen wie Likes, Follower oder Impressionen. Nutzen Sie das Facebook-Pixel und/oder Facebook Lead Ads, damit Sie Ergebnisse verfolgen und messen können. Ich werbe als Kleinunternehmer selbst auf Facebook und vergleiche die Werbeausgaben mit den erzielten Verkäufen oder Leads, um zu entscheiden, ob es sich lohnt. Das sollten Sie auch tun.“
Gene Marks
Gene Marks ist Kleinunternehmer und Autor. Er schreibt täglich für die Washington Post und wöchentlich für Forbes.
Tipp 7:Eine Plattform konsequent nutzen
„Finden Sie heraus, wo Ihre Zielkunden online ihre Zeit verbringen. Wählen Sie dann eine Social-Media-Plattform und werden Sie dort führend. Sichern Sie sich Ihre Profile in den anderen Netzwerken, aber investieren Sie den Großteil Ihrer Zeit in diese eine. Hören Sie zuerst zu. Online geht es darum, Freunde zu gewinnen. Ich habe (auf Twitter) sechs Monate lang nur die Inhalte anderer geteilt. Wenn Sie eigene Inhalte teilen, halten Sie ein Verhältnis von vier zu eins ein: Auf jeden eigenen Beitrag kommen vier Beiträge von anderen. Auf Twitter, wo mir mehr als 324.000 Menschen folgen, lautet mein Rat: ‚Sei nett, retweete.‘“
Melinda Emerson
Melinda Emerson, bekannt als „Small Biz Lady“, ist Autorin eines E-Books darüber, wie man zum Social-Media-Ninja wird.
Tipp 8: Einen Redaktionsplan erstellen
„Wer seine Social-Media-Aktivitäten plant, kann regelmäßig posten und erzielt dadurch auch beständigere Ergebnisse. Sie können eine Strategie entwickeln und mit weniger Zeit und Aufwand tatsächlich bessere Ergebnisse erreichen. Außerdem können Sie festlegen, welche Aufgaben Sie automatisieren und welche Sie abgeben, ob an Mitarbeitende oder an externe Dienstleister.“
Anita Campbell
Anita Campbell, CEO von Small Business Trends, bietet eine kostenlose Vorlage für einen Social-Media-Redaktionsplan zum Download an.
Tipp 9: Auf Bilder setzen
„Die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz, also ergänzen Sie Ihre Social-Media-Inhalte unbedingt um Fotos und Videos. Das steigert das Engagement und ist ideal für Unternehmen, die Produkte zeigen können. Bieten Sie Dienstleistungen an, eignet sich ein Foto mit Text oder ein Bild, das Ihren Beitrag ergänzt. Und vernachlässigen Sie keine visuell geprägten Plattformen wie Instagram und Pinterest.“
Carroll Ross
Carroll Ross hat Geschäfte im Wert von 1 Milliarde US-Dollar abgeschlossen, das Future File Legacy Planning System entwickelt, berät Unternehmen, schreibt New-York-Times-Bestseller moderiert im Fernsehen und ist eine bekannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens.
Tipp 10: Nicht alles selbst machen
„Als Inhaber eines kleinen Unternehmens ist Ihre Zeit knapp. Übertragen Sie die Social-Media-Arbeit deshalb an eine Person (oder ein Team) in Ihrem Unternehmen oder beauftragen Sie einen externen Experten. Planen Sie die Kosten Ihrer Social-Media-Strategie dann fest in Ihr Budget ein.“
Barbara Weltman
Barbara Weltman ist Autorin von „J.K. Lasser’s Small Business Taxes“ und Herausgeberin von Idea of the Day® und Big Ideas for Small Business® auf BarbaraWeltman.com.
Fazit: Social Media für kleine Unternehmen kann schnell überfordern. Mit diesen Leitlinien und Ratschlägen bekannter Experten auf diesem Gebiet kommen Sie aber ganz sicher weiter.
Wenn Sie eine tiefergehende Strategie speziell für Ihr Unternehmen brauchen, sehen Sie sich gern unsere Leistungen für Ihre Branche an.
Wir hoffen, dieser Artikel war hilfreich, und wünschen Ihnen viel Erfolg.
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